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Redaktion apotheken.de » Neurologie
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Alzheimer: neue Therapie?


Forscher entwickeln Antikörper


Das Immunsystem hat jede Menge Tricks auf Lager, um Krankheiten zu bekämpfen. US-amerikanische Forscher wollen die Körperabwehr nun nutzen, um der Alzheimer-Krankheit Herr zu werden. Die Wissenschaftler entwickelten einen Antikörper, der die gefährlichen Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten neutralisieren soll.

Eiweiße gegen Viren und Bakterien

Das Immunsystem besteht nicht nur aus weißen Blutkörperchen. Auch Eiweiße spielen eine wichtige Rolle bei der Körperabwehr: die Antikörper. Die ypsilonförmigen Eiweißmoleküle erkennen Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien und heften sich an deren Oberfläche. Wenn Antikörper den Eindringling besetzt haben, locken sie weiße Blutkörperchen an. Diese töten den Krankheitserreger ab. Um Krankheiten wie Grippe oder Krebs zu besiegen, ist es deshalb von großer Bedeutung, dass das Immunsystem schnell den richtigen Antikörper bildet – das kann über Leben oder Tod entscheiden.

Der Immunabwehr auf die Sprünge helfen

Doch nicht nur der Körper selbst bekämpft Krankheiten mit Antikörpern. Forscher bedienen sich schon länger der Eiweiße, um den Körper beim Kampf gegen bestimmte Krankheiten zu unterstützen. So therapieren Ärzte bereits Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose erfolgreich mit Antikörpern aus dem Labor.

Wissenschaftler des Rensselaer Polytechnic Institute im Bundesstaat New York haben nun einen Antikörper entwickelt, mit dem sie Alzheimer behandeln wollen. Dieser Antikörper erkennt und bindet das „Alzheimer-Protein“, ein Eiweiß, das bei Alzheimer-Patienten die Nervenzellen schädigt. Antikörpers sollen die Alzheimer-Proteine daran hindern toxische Klumpen zu bilden. Dass der Antikörper beim Menschen zur Anwendung kommt, liegt aber noch in ferner Zukunft, meint Studienleiter Peter Tessier. Ob der Antikörper der Alzheimer-Krankheit tatsächlich vorbeugen oder sie rückgängig machen könne, müssten erst noch weitere Untersuchungen zeigen.


14.12.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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